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Vollständiger Text des Leserbriefes von Dr. Willi Steinebach in der Bad Sodener Zeitung am 08.07.2009

 

Etwas wird schon hängenbleiben, muss sich der Verfasser des Artikels „Zahlt die Stadt Millionen an Abfindung?“ gedacht haben, der am 1. Juli in der Bad Sodener Zeitung mit der Kennzeichnung H.H. erschienen ist. Aus dieser Kennzeichnung geht hervor, dass es der  Herausgeber selber ist, der die schockierende Zahl von zwei Millionen Abfindung für Herrn Hense in die Welt setzt. Hängenbleiben soll etwas am Bürgermeister, den H.H. seit Monaten mit einem Privatkrieg in seiner Zeitung bekämpft.

 

Da die Daten für die Ermittlung des schockierenden Betrags von zwei Millionen mit „14 bis 17 Jahren“  und mit „50.000 bis 60.000 Jahresbezügen“ in dem Artikel mit angegeben sind, habe ich nachgerechnet und komme zu völlig anderen Ergebnissen. Meine Nachrechnung mit den höchsten Werten von H.H. mit 17 Jahren und 60.000 Euro ergibt 1.020.000 (17 mal 60.000) und meine Nachrechnung zu seinen niedrigsten mit 14 Jahren und 50.000 Euro ergibt 700.000 (14 mal 50.000). Beides sind aber nur rechnerische Ausgangsgrößen, die für die Ermittlung einer Abfindung abgezinst werden müssen. Mit der

Abzinsung wird der Empfänger einer Sofortzahlung von erst später fälligen Zahlungen so gestellt, dass er mit dem Zinszuwachs nicht mehr bekommt, als ihm zusteht. Die von mir ebenfalls vorgenommene Abzinsung ergibt einen Betrag von 331.100 für den niedrigsten und von 410.040 für den höchsten Wert (ermittelt aus den Datev-Tabellen 2009 bei 5,5%).

 

Diese Abzinsung  oder Diskontierung genannte Rechenmethode lernen die Schüler heute schon im Mathe-Unterricht und sie dürfte auch dem Verfasser bekannt sein. Obwohl völlig offen ist, ob es je zu einer Abfindung kommt, lässt er sich nicht abhalten, mit erkennbar falschen Zahlen die Bürger von Bad Soden zu ängstigen. Der kritische Leser erhält hierdurch aber auch einen Eindruck von der Seriosität der Meldungen der Bad Sodener Zeitung in ihrem Privatkrieg mit dem Bürgermeister.

 

                                                                          Dr. Willi Steinebach, Bad Soden