Senioren Union informierte sich über Vertriebenenpolitik
Flucht, Vertreibung und Versöhnung. Die Senioren Union der CDU Bad Soden hatte zu einer interessanten Veranstaltung am 29.04.2010 geladen.
Die Teilnehmer der Veranstaltung der Senioren Union der CDU Bad Soden wollten genau wissen, wie der Stand seit der Gründung eines Zentrums für Flucht, Vertreibung und Versöhnung, dessen Konzept Kulturstaatsminister Neumann ausgearbeitet hatte, derzeit ist. Neben Mitgliedern des Bundes der Vertriebenen (BdV) sollen dem Stiftungsrat Vertreter des Bundestages, der Regierung, der evangelischen und katholischen Kirchen, des Zentralrats der Juden sowie die Präsidenten der Stiftungen „Deutsches Historisches Museum“ und „Haus der Geschichte der BRD“ angehören.
Der Vorstand der Senioren-Union Bad Soden hatte Herrn Günther Herold, Landesvorsitzender Hessens des BdV, für einen Vortrag gewinnen können. Herr Herold beleuchtete das gesamte Spektrum, wie der BdV aus dem Gesamtdeutschen Block/Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten (1950 – 1960) hervorging, nachdem dieser als politische Partei nach und nach durch Bewusstseinsveränderung bedeutungslos geworden war. Herr Herold erklärte die Zusammenhänge, die zur Problematik bei der Gründung des Zentrums für Flucht, Vertreibung und Versöhnung geführt hatten. Er ging auch auf die Querelen über die Zusammensetzung des Stiftungsrates ein, die sich leider im Erscheinungsbild des Projekts festgesetzt hätten. Zu leicht vergisst man, dass es um die Menschen geht, die durch die Erinnerung an ihre alte Heimat verbunden bleiben und Brauchtum, Sprache und Kultur erhalten und weitergeben möchten. Nun setzt man große Erwartung in das geplante Dokumentationszentrum in Berlin, das die Stiftung nun auf den Weg bringen soll. Die Senioren Union kann auf eine gelungene Veranstaltung zurückschauen. Es wurden Fragen gestellt und interessante Diskussionsbeiträge geleistet, da einige Teilnehmer selbst noch als junge Menschen von Flucht und Vertreibung betroffen waren-.
Die nächste Veranstaltung der Senioren Union findet am 30.06.2010 zum Thema „was Senioren über neue Regelungen im Straßenverkehr wissen sollten“ statt. Referent wird ein Sachverständiger des ADAC sein.



